Studium in Frankreich

Ein Jahr oder ein Semester
an der Université Paris X-Nanterre oder der Université Lumière Lyon 2

Neubeginn: 2017/2018


Ende der Bewerbungsfrist: 1. Februar 2017

Programmkoordinator:

Prof. Dr. Manfred Wandt
Fachbereich Rechtswissenschaft
Goethe-Universität Frankfurt
HOUSE OF FINANCE
Th.-W.-Adorno-Platz 3
D-60629 Frankfurt am Main

Kontakt:

Christian Helfrich
House of Finance, Zi. 3.38
Tel.: +49 (0)69 798-33787
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Sprechstunde: Montag 14h-15h

Downloads:

Online-Bewerbung/ Registrierung
Erfahrungsberichte (Paris X/Lyon II Fb 01)

Kurzinfo zum Programm

Inhalt:

I. Allgemeine Hinweise für Interessierte
II. Bewerbung für den Austausch
III. Nützliches und Wissenswertes
IV. Weitere Informationsquellen

I. Allgemeine Hinweise für Interessierte

Seit 1990 findet zwischen dem Fachbereich Rechtswissenschaft der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main und der Université Paris X-Nanterre sowie seit 1994 mit der Université Lumière Lyon 2 ein regelmäßiger Studierendenaustausch statt. Derzeit können aus Frankfurt pro Jahr 19 Jura-Studierende an dem Austausch mit Paris X-Nanterre und 4 an dem mit Lumière Lyon 2 teilnehmen. Die Goethe-Universität hat insgesamt weit über 300 Austauschplätze für Studierende nahezu aller Fachbereiche an mehr als 100 Partner-Universitäten in Europa. Der Austausch wird im Rahmen des ERASMUS+Programms gefördert. Die Studierenden erhalten einen monatlichen „Mobilitätszuschuss“, der in der Vergangenheit bei etwa 200,- € lag und zum Ausgleich der bei einem Auslandsaufenthalt entstehenden Mehrkosten dienen soll. Die Dauer des Auslandsaufenthaltes beträgt nach vorheriger Wahl der Bewerberinnen und Bewerber grundsätzlich ein Semester oder ein Studienjahr, beginnend jeweils im September eines Jahres. Für die Dauer des Auslandsaufenthaltes werden die Teilnehmenden auf Antrag an der Goethe-Universität beurlaubt. In Bezug auf die Freischuss-Regelung bedeutet dies, dass die Dauer des Auslandsaufenthaltes (im Rahmen des hier dargestellten ERASMUS+Programms) bei der Berechnung der Semesterzahl nicht erfasst wird, soweit der Auslandsaufenthalt zwei Semester nicht überschreitet und während des Auslandsstudiums nachweislich rechtswissenschaftliche Lehrveranstaltungen besucht und mindestens ein Leistungsnachweis im ausländischen Recht ( pro Semester) erworben wird. (vgl. § 21 Abs. 1 S. 4 JAG).

 

II. Bewerbung für den Austausch

Die Auswahl der Frankfurter Bewerberinnen und Bewerber wird aufgrund der schriftlichen Bewerbung und eines persönlichen Gesprächs in französischer Sprache getroffen, dabei entscheiden insbesondere die bisherige Ausrichtung des Studiums, die Studienleistungen und die französischen Sprachkenntnisse. Die Bewerberinnen und Bewerber müssen als Studierende an der Goethe-Universität immatrikuliert sein (zum Zeitpunkt der Bewerbung und während des Auslandsaufenthalts). Als Mindestvoraussetzung für die Teilnahme an dem ERASMUS+Programm muss man die Zwischenprüfung bestanden haben und über ausreichende Französischkenntnisse verfügen, um dem Lehrbetrieb folgen zu können. Die Bewerbungsunterlagen sind jeweils bis spätestens Anfang Februar 2015 (genaues Datum wird noch bekannt gegeben) an den Programmbeauftragten des Fachbereichs Rechtswissenschaft, Herrn Prof. Dr. Manfred Wandt, einzureichen. Die Bewerbungsmappe besteht aus einem Schnellhefter, der folgende Unterlagen enthält:

 

  • Bewerbungsformular mit Foto,

  • Anschreiben an den Programmbeauftragten, das die Motivation für den Auslandsaufenthalt erkennen lässt und

  • den bisherigen Studienverlauf knapp beschreibt (maximal 2 Seiten, auf frz.),

  • Tabellarischer Lebenslauf (maximal 2 Seiten, auf frz.),

  • Kopien des Abiturzeugnisses,

  • des aktuellen Stammdatenblatts im Studienbuch,

  • des Zeugnisses über die bestandene Zwischenprüfung,

  • der großen Scheine,

  • eines geeigneten Nachweises der Französischkenntnisse (soweit nicht im Abiturzeugnis).

Bitte

  • halten Sie die angegebene Reihenfolge genau ein,

  • verwenden Sie keine Klarsicht-Folien und reichen Sie nur Kopien ein (= keine Originale !),

  • Unterlagen nicht heften,

  • stellen Sie sicher, dass die angegebene E-Mail-Adresse in den nächsten Monaten funktioniert.

Die Auswahlgespräche finden in der Regel Ende Februar oder im April statt, Einladungen hierzu werden an die Bewerberinnen und Bewerber rechtzeitig verschickt. Die Gespräche werden in französischer Sprache geführt und dauern jeweils etwa 10 bis 15 Minuten.

Beachten Sie, dass Sie sich auch fristgerecht online bewerben müssen (Link siehe Downloads).

 

III. Nützliches und Wissenswertes

1. Erfahrungsberichte

Um die Wahl eines Programms zu erleichtern, stehen Interessierten die Erfahrungsberichte von Studierenden der letzten Jahre in Form einer Sammlung online zu Verfügung. Wie an den Dateinamen erkennbar ist, sind die Berichte nach dem Schlüssel "Land-Stadt-Universität-Fachbereich-Studienjahr" sortiert. Sie finden sie auf den Internetseiten des International Office der Goethe-Universität.

2. Vorbereitung des Studiums in Frankreich

Um sich frühzeitig ein Bild von den Fächern zu machen, die man in Frankreich belegen will, sollten schon vor der Bewerbung die Studienangebote und Curricula auf den Internet-Seiten der Universitäten (vgl. V.) eingesehen werden. Zur sprachlichen und inhaltlichen Vorbereitung auf das Studium in Frankreich werden folgende Veranstaltungen empfohlen:

  • Französische Rechtsterminologie – Frau Rechtsanwältin Andréani

  • Diplôme Universitaire de Droit Francais (DUDF) – Lehrstuhl Prof. Dr. Wandt

  • weitere Lehrveranstaltungen zur Rechtsvergleichung und zum Internationalen Privatrecht

  • Kurse des Institut Français.

Der Kontakt zu früheren Frankfurter Austauschstudierenden und zu den aus Frankreich kommenden Studierenden ist beim Internationalen Stammtisch des International Office und dem des Hermes-Clubs möglich (vgl. V.). Das International Office ist die zentrale Anlaufstelle der Goethe-Universität in internationalen Angelegenheiten. Es bietet zahlreiche, fachbereichsübergreifende Dienstleistungen an. In der Infothek der Zentralen Studienberatung stehen mehrsprachige Übersetzungsvorlagen für Bewerbungen (Abiturzeugnis, Zwischenprüfung, Transcript, etc.) sowie Mustervorlagen von Bewerbungen für verschiedene Austauschprogramme und Auslandsvorhaben (Lebenslauf, Motivationsschreiben) zur Verfügung. Das International Office stellt auch die Equivalence de licence aus und beglaubigt Kopien bzw. Übersetzungen deutscher Zeugnisse für die französischen Universitäten. Die Studierenden haben vor Antritt ihres Auslandsaufenthalts für jedes Semester einen Studienplan zu entwerfen, der mindestens 30 ECTS-Punkten entspricht. Die Vorlesungen des Wintersemesters in Frankreich beginnen Ende September/Anfang Oktober. Wegen der Einschreibeformalitäten wird die Anwesenheit der Studierenden allerdings bereits Anfang September erforderlich sein. Im September finden auch die vorbereitenden Sprachkurse für ausländische Gaststudenten statt. Diese waren in Lyon in der Vergangenheit für Studierende aus der offiziellen Partnerstadt Frankfurt am Main kostenlos.

3. Studienguthaben/Beurlaubung/Erstattung Semesterticket/Rückmeldung

Eine Beurlaubung für die Dauer des Studienaufenthaltes im Ausland (anerkannter Grund) empfiehlt sich, um Nachteile des Studiums in Frankfurt zu vermeiden und eine Doppelbelastung durch zwei Studien zu vermeiden. Wer für den Auslandsaufenthalt beurlaubt werden möchte, stellt direkt beim Studierendensekretariat einen entsprechenden Antrag unter Vorlage einer Bescheinigung des Programmbeauftragten. In der Vergangenheit war es Studierenden auch möglich, die Beurlaubung im laufenden Semester ggf. ohne Gründe wieder aufheben zu lassen. Die Rückerstattung der Beiträge für das Semesterticket kann beim Härtefonds des Studentenwerks beantragt werden (vgl. V.). Auch während des Auslandsaufenthalts ist die Rückmeldung an der Universität Frankfurt für jedes Semester erforderlich. Wer länger als ein Semester im Ausland bleiben möchte, sollte rechtzeitig an die Rückmeldung zum nächsten Semester denken und ggf. eine Vollmacht bei Freunden oder Verwandten hinterlassen. Letzte Frist für die Rückmeldung ist der 31.07. (Nachfrist 31.08.) zum Wintersemester bzw. der 31.01. (Nachfrist 28./29.02.) zum Sommersemester.

4. Geld/Unterkunft/Versicherungen

Der ERASMUS+Mobilitätszuschuss für die gesamte Zeit wird in zwei Teilbeträgen ausgezahlt (80% im Oktober, 20% im April des Folgejahres). Auslandsbafög kann von Berechtigten bei der zuständigen Stelle beantragt werden (zusätzlich zum Mobilitätszuschuss). Im Übrigen wird auf die Rubrik „Preise und Stipendien“ im jeweils aktuellen UniReport verwiesen. Die Teilnehmenden dieses ERASMUS+Programms zahlen an den beiden Partneruniversitäten keine höheren Gebühren als die „normalen“ Inlandsstudierenden. Die Lebenshaltungskosten sind in Frankreich etwas höher als in Deutschland, dabei natürlich in Paris noch stärker als in Lyon. Für die Studierenden besteht die Möglichkeit, die Unterbringung in einem Wohnheim zu beantragen. Die Universitäten in Paris und Lyon fragen im Rahmen ihrer Anmeldeformulare (nach der Auswahl der Studierenden in Frankfurt), ob ein Wunsch nach Wohnheimzimmer besteht und nehmen diesen ggf. auf.  Alle Teilnehmenden sind für ausreichenden Versicherungsschutz im Ausland selbst verantwortlich; v.a. mit der Krankenkasse sollte daher rechtzeitig vor der Ausreise Kontakt aufgenommen werden.

5. „Späte“ Scheine/Zwischenprüfung für Frankreich

Teilleistungen eines Scheins, dessen Erwerb eine Bewerbungsvoraussetzung für ein bestimmtes Studienangebot in Frankreich ist, können notfalls auch noch nach der Bewerbungsfrist erbracht bzw. eingereicht werden. Spätestens im Laufe des Sommersemesters (vor Antritt des Auslandsaufenthalts) muss der entsprechen­de Schein jedoch vorgelegt werden, damit die französische Universität die "Equivalence" der deutschen Leistungen feststellen kann. Deshalb ist es am besten, vorher mit dem jeweiligen Dozenten zu besprechen, dass man den Schein möglichst zeitnah erhält. Auch die bestandene Zwischenprüfung ist spätestens im Sommersemester vor Antritt des Auslandsaufenthalts nachzuweisen.

6. Verschiedenes

  • Die Vergangenheit hat gezeigt, dass sich ein erfolgreiches Auslandsstudium im Rahmen der ersten juristischen Prüfung bei der Gesamtbewertung von Kandidaten durchaus positiv niederschlagen kann. Im Übrigen kann ein Auslandsstudium in frz. Recht für die universitäre Schwerpunktprüfung des Examens nützlich sein.

  • Sofern die Zahl der Bewerbungen die Zahl der verfügbaren Plätze in Lyon übersteigt, kommt u.a. folgenden Kriterien ein erhöhtes Gewicht zu: geplante Dauer des Studienaufenthalts, gewünschtes Programm in Lyon sowie vorherige Teilnahme am DUDF-Diplom in Frankfurt am Main.

  • Teilnehmende, die sich vor Bestehen des ersten Staatsexamens erfolgreich beworben haben, aber den Auslandsaufenthalt erst nach dem bestandenen Examen antreten, erhalten keinen Mobilitätszuschuss. Im Übrigen gelten für sie im Rahmen dieses Programms keine weiteren Besonderheiten.

  • Es wird erwartet, dass die Studierenden regelmäßig an den frz. Lehrveranstaltungen teilnehmen; für die "Travaux dirigées" (tutorienartige Vertiefungsveranstaltungen) besteht Anwesenheitspflicht.

  • Praktische Studienzeiten nach dem JAG dürfen nur in Zeiträumen absolviert werden, die an der frz. Universitäten vorlesungsfrei sind (z.B. Praktikum bei einem frz Rechtsanwalt). Die „Convention de stage“, die für ein Praktikum in der Regel erforderlich ist, wird von der  französische Universität meistens nur für Studierende in Licence- oder Master-Programmen ausgestellt.

  • Studierende, die sich zunächst nur für das Wintersemester in Frankreich erfolgreich beworben haben, können bis spätestens Ende November noch die Verlängerung des Studienaufenthalts um das Sommersemester beantragen. Die Erfahrungen aus der Vergangenheit zeigen, dass ein Semester regelmäßig als zu kurz empfunden wird.

V.   Weitere Informationsquellen

Viele hilfreiche Informationen zum Fächerangebot in Frankreich, Kontaktmöglichkeiten, Stipendien etc. findet man auf den folgenden Internet-Seiten:

Wissenswertes

Schwerpunktstudium im Versicherungsrecht
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Referendariat - Wahlstation im Versicherungsrecht
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